Berlin/ Müncheberg – In dieser Woche hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius ein Modell eines neuen Wehrdienstes vorgestellt. Simona Koß (SPD), direkt gewählte Bundestagsabgeordnete aus Märkisch-Oderland und Barnim-Süd, stellt sich klar gegen diese Pläne.

Simona Koß: „Die Wiedereinführung der Wehrpflicht lehne ich ganz klar ab. Das sage ich aus tiefster Überzeugung. Aus guten Gründen ist sie 2011 abgeschafft worden. Für meine Haltung habe ich drei Gründe:

  1. In meinem Wahlkreis befindet sich in der alten Garnisonstadt Strausberg ein großer Bundeswehr-Stützpunkt. Ich habe ihn mehrfach besucht und stehe im guten Kontakt mit den Soldatinnen und Soldaten. Für mich geht es zunächst einmal darum, die bestehende Bundeswehr so weit zu ertüchtigen, dass sie ihren derzeitigen Anforderungen gerecht werden kann. Die Mängellisten sind lang, darüber spreche ich regelmäßig auch mit der Wehrbeauftragten des Bundestags, Frau Eva Högl. Wir täten gut daran, zunächst die bestehenden Bedarfe zu decken, bevor wir der Bundeswehr weitere große Aufgaben aufbürden.
  2. Als ehemalige Lehrerin und Schulrätin setze ich mich dafür ein, dass die politische Bildung und die Demokratiebildung bei jungen Menschen gestärkt werden. Das bringt unsere Gesellschaft mehr voran!
  3. In unserer Region, in der eine der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs stattfand und die noch immer von den Kriegsfolgen gezeichnet ist, tragen wir eine besondere Verantwortung. Auch vor diesem Hintergrund bin ich gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht.“
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