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Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.
Gemeinsam für starke Dörfer
Ich hatte als ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel zu einer offenen Gesprächsrunde mit Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop eingeladen.
Mir war es wichtig, den direkten Austausch zwischen den Menschen unserer Gemeinde, den umliegenden Orten und der Landespolitik zu ermöglichen. Denn die Herausforderungen, vor denen unsere Dörfer stehen, lassen sich am besten gemeinsam angehen – indem wir miteinander sprechen, einander zuhören und nach Lösungen suchen.
Zu Beginn unseres Treffens durfte ich dem Staatssekretär unser Dorfgemeinschaftszentrum Harnekop vorstellen. Er zeigte sich begeistert vom Gebäude, aber vor allem auch von den Möglichkeiten, die dieses Haus bietet.
Hier ist ein Ort entstanden, an dem Menschen aller Generationen zusammenkommen, Gemeinschaft erleben, Veranstaltungen gestalten und sich aktiv in das Dorfleben einbringen können. Genau solche Begegnungsorte sind für unsere ländlichen Gemeinden von unschätzbarem Wert.Anschließend stellten wir unser Bürgerbus-Projekt vor. Für den Staatssekretär war es ein anschauliches Beispiel dafür, wie Zusammenhalt in unseren Gemeinden gestärkt und gesellschaftliche Teilhabe gerade im ländlichen Raum ermöglicht werden kann.
Wir erläuterten, wie der Bürgerbus organisiert wird und welche entscheidende Rolle das Ehrenamt dabei spielt. Sowohl in Wesendahl als auch in der Gemeinde Prötzel sind die Fahrerinnen und Fahrer ehrenamtlich unterwegs.
Ohne dieses Engagement wäre ein solches Angebot nicht möglich. Dafür gebührt allen Beteiligten ein ganz besonderer Dank!

Ab 18:15 Uhr ging es in das Kamingespräch. Dabei standen nicht nur die aktuellen Themen und Herausforderungen des Infrastrukturministeriums im Mittelpunkt, sondern vor allem die Anliegen der Menschen aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten.
Es ging aber auch darum, den Menschen hinter dem politischen Amt kennenzulernen. Volker-Gerd Westphal nahm sich Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch.
Besonders wichtig waren uns dabei die Themen Verkehrssicherheit, Mobilität im ländlichen Raum und seniorengerechtes Wohnen. Ein Thema, das mich persönlich und viele Familien in unserer Gemeinde besonders bewegt, ist die Sicherheit unserer Kinder auf dem Schulweg.
Die stark befahrenen Bundes- und Landesstraßen stellen uns in Prötzel vor große Herausforderungen. Gerade für unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer entstehen dadurch Gefahren, für die wir dringend tragfähige Lösungen brauchen.
Ein besonderer Moment des Abends war deshalb die Übergabe der Petition unserer Kinder für Tempo 30 in Prötzel an den Staatssekretär.
Die Kinder haben sich mit ihrem Anliegen selbst eingebracht und deutlich gemacht, wie wichtig ihnen ein sicherer Schulweg ist. Dieses Engagement verdient es, ernst genommen zu werden!
Auch wenn die Entscheidung über die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung nicht in der unmittelbaren Zuständigkeit des Landes liegt, sagte der Staatssekretär zu, sich mit der zuständigen Behörde in Verbindung zu setzen.
Unsere AG Schulwegkonzept wird ein Konzept mit konkreten Vorschlägen erarbeiten. Ich hoffe sehr, dass es uns anschließend gelingt, gemeinsam mit allen zuständigen Behörden und Verantwortungsträgern Maßnahmen umzusetzen, die den Schulweg unserer Kinder tatsächlich sicherer machen.
Denn die Sicherheit unserer Kinder darf nicht an Zuständigkeitsgrenzen scheitern.
Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt war das seniorengerechte Wohnen.
Wie können wir es ermöglichen, dass Menschen auch im höheren Alter möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben können? Welche Voraussetzungen müssen wir dafür schaffen? Auch diese Fragen gehören für mich ganz wesentlich zur Zukunft unserer Dörfer. Denn eine lebenswerte Gemeinde muss die Bedürfnisse aller Generationen im Blick behalten. Für mich war dieser Abend ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Kommunalpolitik, Landespolitik und den Menschen vor Ort ist.
Nicht für jedes Problem gibt es sofort eine Lösung. Aber wenn Anliegen offen angesprochen werden, Verantwortlichkeiten geklärt und Kontakte hergestellt werden, können daraus konkrete nächste Schritte entstehen. Ich danke Staatssekretär Volker-Gerd Westphal herzlich für seinen Besuch, sein Interesse an unserer Gemeinde und die Bereitschaft, sich mit unseren Anliegen auseinanderzusetzen.
Mein Dank gilt ebenso allen Bürgerinnen und Bürgern aus unserer Gemeinde und den umliegenden Orten, die dabei waren, Fragen gestellt, Erfahrungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben. Und natürlich danke ich allen, die mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass Orte wie unser Dorfgemeinschaftszentrum und Projekte wie unser Bürgerbus mit Leben gefüllt werden.
Ich nehme aus diesem Abend viele Anregungen, wichtige Gespräche und konkrete Aufgaben mit. Und ich werde die angesprochenen Themen weiterverfolgen. Denn eines steht für mich fest: Starke Dörfer entstehen dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen, sich einbringen und gemeinsam ihre Zukunft gestalten.
Bessere Bahnverbindungen, starke Kommunen und den Sport

Gestern war wieder einer dieser Tage, an denen sehr deutlich wird, wie vielfältig unser Landkreis ist – und wie viele Menschen sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass sich vor Ort etwas bewegt.
Mein erster Termin führte mich um 14 Uhr ins Gemeinschaftsbüro nach Müncheberg. Als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Märkisch-Oderland hatte ich zu einer Gesprächsrunde zur Zukunft unserer Bahninfrastruktur eingeladen.
Rund 30 Gäste aus Initiativen, Kommunen und Verwaltungen waren meiner Einladung gefolgt. Besonders wichtig war mir, dass die Anliegen aus unserer Region nicht nur untereinander besprochen werden, sondern direkt dort ankommen, wo politische Entscheidungen getroffen werden. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, dass Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landesplanung, Robert Crumbach, für den Austausch nach Müncheberg gekommen ist.
Schnell wurde deutlich, wie groß der Gesprächsbedarf ist.
Ein Schwerpunkt war die Ostbahn und damit natürlich auch die RB26. Für viele Menschen in Märkisch-Oderland ist diese Verbindung ein wichtiger Teil ihres Alltags. Umso ärgerlicher ist es, wenn Ausfälle, Verspätungen, fehlende Kapazitäten oder andere Hindernisse die tägliche Fahrt zur Arbeit, zur Schule oder nach Berlin erschweren.
Gleichzeitig müssen wir über die Zukunft sprechen. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Ostbahn sowie ihre Berücksichtigung in den entsprechenden Verkehrswegeplanungen bleiben wichtige Themen. Für mich ist klar: Eine wachsende Region braucht eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur.
Auch die RB60 zwischen Eberswalde, Wriezen und Frankfurt (Oder) spielte in unserem Gespräch eine wichtige Rolle. Dabei ging es insbesondere um zusätzliche beziehungsweise reaktivierte Halte, unter anderem in Dolgelin und Libbenichen.
Gerade solche Beispiele zeigen, dass Verkehrspolitik sehr konkret ist. Für einen Ort kann ein Bahnhalt einen erheblichen Unterschied machen. Er kann Menschen ermöglichen, ohne Auto zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gelangen. Deshalb lohnt es sich, bei solchen Fragen genau hinzuschauen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.
Ein weiteres Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist die Reaktivierung der Wriezener Bahn zwischen Werneuchen und Wriezen.
Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges bewegt. Dass eine mögliche Wiederaufnahme des Personenverkehrs inzwischen konkret untersucht wird, ist ein wichtiger Schritt. Eine solche Verbindung könnte Wriezen und weitere Orte entlang der Strecke besser anbinden und gleichzeitig eine zusätzliche Verbindung in Richtung Berlin schaffen.
Was ich aus dem Gespräch in Müncheberg vor allem mitgenommen habe: Solche Projekte können wir nur gemeinsam voranbringen.
Es braucht engagierte Bürgerinnen und Bürger und starke Initiativen. Es braucht Verwaltungen in unseren Städten und Gemeinden sowie im Landkreis, die mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung an Lösungen arbeiten. Und es braucht politische Unterstützung auf Landesebene.
Wenn alle Beteiligten miteinander statt nebeneinander arbeiten, können wir viel erreichen. Genau deshalb sind mir solche Gesprächsrunden wichtig.
Nach mehreren Stunden intensiver Verkehrspolitik ging es für mich anschließend nach Prötzel. Dort wurde es deutlich geselliger: Kegeln mit der Bürgermeisterin.
Solche Termine mag ich besonders, denn Politik findet für mich nicht nur in Sitzungsräumen statt. Der persönliche Austausch, Gespräche in entspannter Atmosphäre und die Begegnung mit den Menschen vor Ort gehören genauso dazu.

Am Abend führte mich mein Weg dann nach Bad Freienwalde.
Um 19 Uhr war ich bei den Internationalen Offenen Landesmeisterschaften im Skispringen und in der Nordischen Kombination im Papengrund.
Bad Freienwalde und das Skispringen gehören einfach zusammen. Immer wieder beeindruckt mich, mit welchem Engagement der WSV 1923 Bad Freienwalde diesen Sportstandort erhält, Nachwuchs fördert und Veranstaltungen auf die Beine stellt.
Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass auch polnische Sportlerinnen und Sportler dabei waren. Unsere Region lebt von der Nähe zu Polen, und ich finde es schön, wenn gerade der Sport dazu beiträgt, Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen.
Ein wichtiger Moment des Abends war außerdem die Übergabe eines Förderbescheides durch Brandenburgs Sportminister Gordon Hoffmann. Rund 73.000 Euro erhält der WSV 1923 Bad Freienwalde für die weitere Modernisierung der Skisprungschanzen.
Diese Unterstützung ist gut investiertes Geld. Denn hinter solchen Sportstätten stehen nicht nur Wettkämpfe und sportliche Erfolge, sondern vor allem viele Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer sowie Familien, die unzählige Stunden investieren und jungen Menschen den Weg in den Sport ermöglichen.
Als ich am Abend nach Hause gefahren bin, lag ein langer Tag hinter mir.
Was bleibt, sind viele gute Gespräche und Begegnungen – und erneut die Erkenntnis, wie viel Engagement es in Märkisch-Oderland gibt.
Ob bei der Bahn, in unseren Kommunen oder im Sport: Überall gibt es Menschen, die nicht nur sagen, was besser werden müsste, sondern selbst anpacken.
Genau diese Menschen brauchen wir. Und genau deshalb werde ich mich weiter dafür einsetzen, dass ihre Ideen gehört werden und wir gemeinsam unsere Region weiter voranbringen.
Großübung Katastrophenschutz im Landkreis Märkisch-Oderland
Wie funktioniert Katastrophenschutz eigentlich in der Praxis? Was passiert, wenn innerhalb kürzester Zeit viele Einsatzkräfte unterschiedlicher Organisationen koordiniert werden müssen?
Als Kreistagsabgeordnete beschäftige ich mich auch politisch mit den Rahmenbedingungen für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Mir ist dabei wichtig, nicht nur über Strukturen und Ausstattung zu sprechen, sondern mir selbst ein Bild von der praktischen Arbeit zu machen.
Bei einem früheren Besuch beim Deutschen Roten Kreuz hatte ich deshalb angeboten, einmal ein Praktikum zu absolvieren. Bei der Großübung des Katastrophenschutzes im Landkreis Märkisch-Oderland konnte ich dieses Versprechen nun einlösen.

Von 15.45 Uhr bis 20.30 Uhr war ich mitten im Übungsgeschehen.
Dabei wollte ich ausdrücklich nicht nur als politische Beobachterin am Rand stehen. Ich konnte die Einsatzleitung begleiten, die Abläufe und die Koordination der unterschiedlichen Kräfte unmittelbar kennenlernen – und später auch selbst in den Zelten mit anpacken.
Gerade dieser Wechsel der Perspektive war für mich besonders wertvoll.
Denn erst vor Ort wird wirklich deutlich, wie viele Dinge bei einer größeren Schadenslage gleichzeitig funktionieren müssen: Einsatzkräfte müssen geführt, Informationen zusammengetragen und bewertet, Verletzte versorgt, Material bereitgestellt und zahlreiche einzelne Aufgaben miteinander koordiniert werden.
Im Katastrophenschutz des Landkreises wirken unterschiedliche Einheiten und Hilfsorganisationen zusammen. Neben den Feuerwehren gehören unter anderem Einheiten für Sanität, Betreuung, Führungsunterstützung, Verpflegung und Wassergefahren zu den Strukturen des Landkreises. Vieles davon wird von ehrenamtlichen Einsatzkräften getragen.
Was auf Plänen und Organigrammen vergleichsweise nüchtern aussieht, bedeutet im Einsatz vor allem eines: Menschen übernehmen Verantwortung für andere Menschen.
Genau deshalb sind solche Übungen so wichtig. Abläufe müssen trainiert, Kommunikation erprobt und die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen immer wieder praktisch geübt werden. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen.
Für mich war dieser Nachmittag und Abend deshalb weit mehr als ein interessanter Termin.
Ich nehme viele konkrete Eindrücke für meine Arbeit im Kreistag mit. Wenn wir politische Entscheidungen treffen, die den Bevölkerungsschutz, den Rettungsdienst oder die Ausstattung unserer Einsatzkräfte betreffen, sollten wir auch wissen, unter welchen Bedingungen diese Menschen ihre Arbeit leisten.
Mein herzlicher Dank gilt allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Verantwortlichen der Übung und besonders dem DRK dafür, dass ich nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein und mithelfen durfte.
Ein beeindruckender Einsatz für die Sicherheit der Menschen in Märkisch-Oderland – und für mich ein Praktikum, das ganz sicher in Erinnerung bleibt.
Deutsch-polnische Zusammenarbeit im Gespräch – Knut Abraham zu Gast in Bad Freienwalde

Wie steht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen – und was können wir gerade in unserer Grenzregion für ein gutes Miteinander tun? Um diese und viele weitere Fragen ging es am Mittwochabend in der Konzerthalle St. Georg in Bad Freienwalde.
Zu Gast war Knut Abraham, Koordinator für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit. Seit Mai 2025 nimmt er diese Aufgabe wahr. Ziel seiner Arbeit ist es unter anderem, die weitere Annäherung der deutschen und polnischen Gesellschaft zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen und die Zusammenarbeit im Grenzraum zu stärken.
Ich hatte die Freude, den Abend als Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsch-Polnische Gesellschaften zu moderieren und Knut Abraham durch das Gespräch zu begleiten.
In einem offenen und persönlichen Austausch berichtete Knut Abraham zunächst über seinen beruflichen und persönlichen Werdegang. Dabei wurde deutlich, dass Polen und die mittel- und osteuropäischen Nachbarn Deutschlands ihn schon lange beruflich begleiten. Unter anderem war er von 2018 bis 2021 als Gesandter an der Deutschen Botschaft in Warschau tätig.
Ein Schwerpunkt des Abends waren die deutsch-polnischen Beziehungen in der Gegenwart. Knut Abraham sprach sowohl über die vielen verbindenden Elemente als auch über „Stolpersteine“ und Herausforderungen in der Zusammenarbeit.
Gerade für unsere Region entlang der Oder ist ein gutes Verhältnis zu Polen keine abstrakte außenpolitische Frage. Grenzüberschreitende Begegnungen, kommunale Partnerschaften, Wirtschaft, Tourismus und gemeinsame Projekte gehören für viele Menschen längst zum Alltag.
Auch seine Aufgaben als Koordinator der Bundesregierung stellte Knut Abraham vor und erläuterte, an welchen Stellen Politik und Zivilgesellschaft dazu beitragen können, bestehende Kontakte zu festigen und neue Verbindungen entstehen zu lassen.
Ein wichtiger Teil des Abends war der direkte Austausch mit dem Publikum. Die Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit gern, Fragen zu stellen, eigene Erfahrungen einzubringen und Hinweise mit auf den Weg zu geben. So entwickelte sich ein lebendiges und offenes Gespräch über Chancen, Schwierigkeiten und die Zukunft der deutsch-polnischen Nachbarschaft.
Gerade aus meiner Arbeit im Bundesverband Deutsch-Polnische Gesellschaften weiß ich, wie wichtig solche Begegnungen sind. Gute Nachbarschaft entsteht nicht allein auf Regierungsebene. Sie lebt von persönlichen Kontakten, gegenseitigem Interesse, Offenheit und von Menschen, die bereit sind, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Ein herzlicher Dank gilt dem Oberbarnimer Kulturverein e. V. für die Organisation dieses informativen Gesprächsabends und für die Möglichkeit zu einem so direkten und intensiven Austausch.
Hinweis: Offizielle Amtsbezeichnung und biografische Angaben nach Informationen des Auswärtigen Amtes.
RB26 und Initiative Wriezener Bahn
Freitag, 2. Oktober 2026 | 15:00–16:30 Uhr
Gemeinschaftsbüro Müncheberg
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die RB26 und die Frage, wie die Bahnverbindung und die verkehrliche Anbindung unserer Region verbessert und langfristig gestärkt werden können.
Darüber hinaus möchten wir mit dem Minister über die Initiative Wriezener Bahn sowie deren Anliegen und Perspektiven für die Region sprechen.
Benefizabend „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ in Harnekop
Prötzel/Harnekop. Am Samstag, den 26. September 2026, lädt das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ zu einem besonderen Benefizabend ins Gemeinschaftszentrum Prötzel im Ortsteil Harnekop ein. Im Mittelpunkt des Abends steht ein Konzert des Liedermachers Kristoffer Baumann aus Großbeeren.
Das Projektnetzwerk „Künstler mit Herz für krebskranke Kinder“ wurde im Dezember 2019 von Christopher Wieprecht aus Angermünde ins Leben gerufen. Mittlerweile engagieren sich bundesweit 35 Künstlerinnen und Künstler für das Projekt. Bei Veranstaltungen sammeln sie Spenden für krebskranke Kinder und Jugendliche und machen zugleich auf deren Situation und die ihrer Familien aufmerksam. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk Veranstaltungen gemeinsam mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien.
Das Team um Projektleiter Christopher Wieprecht unterstützt unter anderem den Verein Kolibri e. V. – Hilfe für krebskranke Kinder sowie das Kinderhospiz Radewege bei Brandenburg an der Havel.
Konzert mit Kristoffer Baumann
Der Benefizabend beginnt um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Liedermacher Kristoffer Baumann, der seit 2025 Teil des Projektnetzwerks ist, präsentiert eigene Songs sowie ausgewählte Coversongs.
Baumann macht seit mehr als 30 Jahren Musik. Darüber hinaus gibt er Workshops an Schulen und in Jugendzentren, mit denen er jungen Menschen die Freude an der Musik näherbringt.
Ein weiterer Programmpunkt des Abends ist die Präsentation des Siegessongs „Komm, wir retten Phantasien“ der Goldenen Wruke 2026 der Uckermärkischen Bühnen, gemeinsam mit Projektleiter Christopher Wieprecht.
Spenden für neue Schulroboter
Während des Benefizabends werden Spenden für den Verein Kolibri e. V. gesammelt. Mit den Spenden soll die Anschaffung neuer Schulroboter unterstützt werden. Diese ermöglichen erkrankten Kindern und Jugendlichen, trotz längerer Abwesenheit weiterhin am Schulunterricht teilzunehmen und den Kontakt zu ihrer Klasse zu halten.