
MEIN ANTRIEB
Aus Haltung wird Handlung.
Ich bin überzeugt: Gute Politik beginnt mit Zuhören, Respekt und dem Willen, gemeinsam Lösungen zu finden. Mein Ziel ist es, unsere Region lebens- und liebenswert zu gestalten, Chancen zu schaffen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
MEIN POLITISCHES ENGAGEMENT
Zuhören. Anpacken. Verändern.
Seit 2019 bin ich ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde Prötzel. Dieses Amt ist für mich eine besondere Verantwortung, denn hier erlebe ich täglich, wie wichtig bürgernahe Entscheidungen sind und wie viel man gemeinsam bewegen kann.
Zum Beispiel, als ich mal im Vorgarten stand, die Hände in der Erde wurde ich angesprochen. Eine Frau blieb am Rand des Gartens stehen. Man kannte sich vom Sehen, aber mehr auch nicht. Sie zögerte kurz, bevor sie ihr Anliegen formulierte. Es ging gar nicht um den Garten. Sie fragte: „Wie kann man sich eigentlich einbringen? Wie kommt man mit anderen Menschen in Kontakt?“
Während sie sprach, wurde schnell klar, worum es ihr ging. Seit ihr Mann gestorben war und sie nicht mehr arbeitete, fehlte ihr etwas Entscheidendes: Begegnung. Austausch. Gemeinschaft. Der Alltag war still geworden.
Wir kamen ins Gespräch und sprachen eine ganze Weile. Ich erzählte ihr von den Möglichkeiten in Prötzel, von Veranstaltungen, von kleinen und größeren Treffen. Und ich erzählte ihr vom Bürgerbus.
Ich erklärte ihr, dass sie damit ganz unkompliziert auch in die anderen Ortsteile kommen kann – gemeinsam mit anderen, ohne selbst fahren zu müssen. Gerade dafür sei der Bürgerbus gedacht. Denn die Idee dahinter ist einfach: Bürger fahren für Bürger. Ehrenamtlich, verlässlich, eingebunden in den öffentlichen Nahverkehr. Gerade im ländlichen Raum schließen Bürgerbusse Lücken, machen Menschen mobil und schaffen zugleich Begegnungen.
Ich musste schmunzeln, …
als ich das erzählte. Denn der Bürgerbus in unserer Gemeinde ist nicht einfach da. Er ist entstanden, weil Menschen ihn gebraucht haben. Immer wieder hatten mich Seniorinnen und Senioren, aber auch jüngere Leute darauf angesprochen, dass sie gern an Veranstaltungen teilnehmen würden – aber schlicht nicht hinkommen. Gerade zwischen den Ortsteilen fehlten Verbindungen.
Also haben wir das Thema aufgenommen. Wir haben Gespräche geführt, Möglichkeiten geprüft, schließlich einen Antrag bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg gestellt. Gemeinsam mit dem Amt sind wir die notwendigen Schritte gegangen, haben Beschlüsse in der Gemeindevertretung vorbereitet und gefasst. Und schließlich haben wir eine Arbeitsgemeinschaft Bürgerbus gegründet, der ich heute vorstehe.
Das war kein kurzer Weg. Aber ein wichtiger. Denn Mobilität im ländlichen Raum bedeutet mehr als nur von A nach B zu kommen. Es bedeutet Teilhabe. Es bedeutet, am Leben teilzunehmen. Sie sagte leise: „Danke, dann probiere ich das einfach mal.“
Wir verabschiedeten uns, und ich blieb noch einen Moment im Garten stehen. Die Sonne war noch da, die Erde auch. Aber das Gespräch hatte etwas verändert. Manchmal beginnt Gemeinschaft genau so – mitten im Vorgarten.
MEIN GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT
Für Zusammenhalt und Teilhabe
Neben meiner politischen Arbeit ist mir ehrenamtliches Engagement besonders wichtig. So war ich unter anderem am Aufbau eines Frauenhauses beteiligt und engagiere mich in Vereinen und Initiativen in der Region – von Kulturprojekten bis hin zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Auch die deutsch-polnische Zusammenarbeit liegt mir am Herzen. Als Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaft setze ich mich für Verständigung, Austausch und gute Nachbarschaft ein.
PERSÖNLICHES
Verwurzelt. Verbunden. Engagiert.
Bei all meinen Aufgaben ist mir eines besonders wichtig: meine Familie. Ich bin ein Familienmensch und schöpfe aus dem Zusammenhalt und der Unterstützung in meinem privaten Umfeld viel Kraft. Mein Mann steht mir bei all meinen Vorhaben verlässlich zur Seite – dafür bin ich sehr dankbar.
Ich koche und backe mit großer Leidenschaft und genieße es, meine Familie auf diese Weise zu verwöhnen. Diese Momente sind für mich ein wichtiger Ausgleich zum politischen Alltag. Besonders stolz bin ich darauf, die Zeit, die mir bei all meinen Aktivitäten bleibt, mit meinen beiden Enkelkindern bewusst zu genießen.
Auch die Verantwortung für meine Eltern ist für mich selbstverständlich. Sie sind pflegebedürftig, und es ist mir ein großes Anliegen, sie dabei zu unterstützen, möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können.
Darüber hinaus genieße ich die Natur unserer Region, kulturelle Veranstaltungen und den Austausch mit Menschen. Diese Begegnungen sind für mich eine wichtige Quelle der Inspiration und Motivation.
1961 in Strausberg geboren
Mein beruflicher Weg begann mit dem Studium am Institut für Lehrerbildung in Neuzelle sowie an der Pädagogischen Hochschule in Güstrow. Schon früh war mir klar, dass Bildung für mich mehr ist als ein Beruf – sie ist eine Herzensangelegenheit.
Viele Jahre arbeitete ich als Lehrerin und sammelte umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit jungen Menschen. 2003 entschied ich mich, meine Kompetenzen durch ein Studium der Sonderpädagogik zu erweitern. Seit 2004 bin ich als Förderschullehrerin tätig gewesen und übernahm 2006 die Leitung einer Förderschule in Seelow.
Seit 2020 war ich zudem als Schulrätin im Staatlichen Schulamt Frankfurt (Oder) tätig. Diese Erfahrungen haben meinen Blick für Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit und die Bedürfnisse von Kindern und Familien nachhaltig geprägt.
Kommunale Politik im Kreistag
Mein politischer Weg begann auf kommunaler Ebene – dort, wo Politik unmittelbar wirkt. Von 1998 bis 2007 war ich Mitglied des Kreistages Märkisch-Oderland und engagiere mich seit 2019 erneut in diesem Gremium.
Politik im Landtag Brandenburg
Von 2014 bis 2019 sowie erneut ab 2021 war ich Mitglied des Landtages Brandenburg. Dort habe ich mich insbesondere für Bildung, regionale Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt.
Politik im Deutschen Bundestag
Ein weiterer wichtiger Abschnitt meiner politischen Arbeit war meine Zeit als direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Märkisch-Oderland – Barnim II von 2021 bis 2025. Im Deutschen Bundestag arbeitete ich unter anderem im Ausschuss für Inneres und Heimat sowie im Ausschuss für Kultur und Medien.
Kandidatin für das Oberbürgermeisteramt in Frankfurt (Oder)
Im September 2025 kandidierte ich für das Amt der Oberbürgermeisterin. Dieser Wahlkampf hat mir die Möglichkeit gegeben, noch intensiver mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und viele wertvolle Einblicke in das Leben und die Herausforderungen der Stadt Frankfurt (Oder) zu gewinnen.
Der intensive Wahlkampf, der zwar kurz war, hat aber unglaublich viele neue Erkenntnisse gebracht hat. Vor allem aber hat er – so hoffe ich – Menschen einander nähergebracht. Es ist mir leider nicht gelungen, genügend zu überzeugen. Doch die Erfahrung bleibt: Nur gemeinsam lassen sich Dinge bewegen und erreichen.